Buchempfehlungen


Ich kenne jemand, dem habe ich vor Jahren ‚Der Idiot' geschenkt. Nach Wochen habe ich das Buch auf dem Nachttisch entdeckt und nahm das Buch in die Hand. Das Lesezeichen war nach etwa zehn Seiten "hängengeblieben". Er könne sich die ganzen Namen nicht merken oder so ähnlich, begründete er sein Steckenbleiben. So ein Idiot. Ich empfehle alles von Dostojewskij, selbst das Mittelmäßige ist noch besser als alles, was heute geschrieben wird. Ich jedenfalls war einen Sommer lang süchtig nach Dostojewskij und las hintereinander: ‚Der Idiot', ‚Verbrechen und Strafe' in der neuen Übersetzung, ‚Die Brüder Karamasow' und ‚Die Dämonen'. Alle Hauptpersonen sind mir noch jetzt gegenwärtig. Berühmt und kurzweilig zu lesen ist sein ‚Der Spieler', das Psychogramm eines Zockers. Dostojewskij selbst war ja bekanntermaßen selbst leidenschaftlicher Spieler, hier beschreibt er gleichsam seine eigene Leidenschaft und sein Leid und Freud bei Spielen.


Um sich dem Leben Dostojewskij zu nähern, befürworte ich die Rororo-Monographie von Janko Lavrin. Hier finden Sie auch eine ausführliche Bücherliste.