Jahrestagung Dostojewskij-Gesellschaft 26.9 8.9 2003)

Aus der Ank├╝ndigung: Jahrestagung 2003 - Der Idiot. Heiliger oder Narr - 26. bis 28. September F. M. Dostojewskijs "Der Idiot" (1868), der vierte seiner Romane, ist gleichsam sein zentrales Werk. Nirgends sonst gelingt dem Schriftsteller so gut wie hier die Verbindung der kritischen Sicht aus seiner Gegenwart mit den philosophischen Fragen der menschlichen Existenz zu verbinden; nirgends sonst greift der Autor nach so gro├čen Mustern der Weltliteratur, um uns einen absolut "sch├Ânen Menschen" zu zeigen. Aufgerufen werden der Idealist Rousseau, Cervantes' Don Quijote, Tolstoi in seiner menschenfreundlichen Philosophie und das Neue Testament mit der Christusgestalt. Der christusgleiche Myschkin kann in einer Welt, in der alles gekauft und alles verkauft wird, Sch├Ânheit und Kunst eingeschlossen, und auch Ru├čland nicht ausgenommen, nur scheitern. Er ist f├╝r alle ein Idiot. So ist vielleicht dieser Roman der tragischste Roman Dostojewskijs. Es bleibt aber die Hoffnung, da├č Menschlichkeit dennoch m├Âglich sein k├Ânnte, begr├╝ndet durch die Erinnerung an die gro├čartige Figur des F├╝rsten Myschkin, der f├╝r andere lebt. Wir laden ein, sich diesem Werke aus einem Abstand von etwa anderthalb Jahrhunderten erneut zu n├Ąhern. Prof. Dr. Roland Opitz Deutsche Dostojewskij-Gesellschaft e.V. Dr. Ulrich Dickmann Katholische Akademie Schwerte



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